Wohnen beginnt im Maßstab 1:1: die Hand am Material, das Licht an der Wand. Sanierungen, Arbeitsorte und Geschäfte, entworfen bis zum Mobiliar.
N° 01Avant-première, Grand Rex
2024
Die Welt des Films im Foyer des Grand Rex gestalten: originalgetreue 3D-Modellierung, ästhetische und demontierbare Aufbauten, die knappen Fristen ephemerer Veranstaltungen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Innenarchitektin und Produktionsteams für ein immersives Erlebnis.
N° 02L’Industrie, friche Norton
2022
Eine seit 2005 stillgelegte Industriebrache von Norton/Saint-Gobain, verwandelt in einen Ort des Austauschs und der Kreation. Eine lichtfilternde Doppelfassade, hervorgehobene Stahlbinder, eine begrünte Wand, jedes Geschoss schwebt wie die Stufen einer Treppe.
N° 03Piscine sous la terrasse
2022
Unter der Terrasse eine Schwimmbahn unter einem Oberlicht: geädertes Marmor mit hinterleuchteten Bullaugen, Lattenrost-Claustra, ultramarinblaue Decke. Die Terrasse bleibt ein Garten; das Licht steigt bis zum Wasser hinab.
N° 04Suite parentale dans les combles
2022
Unter dem Dach wird der Speicher zur Elternsuite, in die Dachschräge gezeichnet: Schlafzimmer, Bad, Ankleide. Das Bad verbindet Calacatta, Nussbaum und Parkett, und die Blätter des Bauantrags, Grundrisse, Schnitte, Ansichten, erzählen die Erweiterung des Hauses.
N° 05Maison d’artiste
2022
Ein verlassenes Gebäude wird zum Atelier eines Künstlers und zum Haus seiner Familie. Das Dachtragwerk bleibt über dem Wohnraum sichtbar, das Licht fällt durch ein Oberlicht, und jedes Zimmer erhält sein maßgefertigtes Mobiliar.
N° 06Éco-lodge, la Fosse aux Carpes
2021
In einer geschützten ehemaligen Sandgrube ein Lodge, inspiriert von der Biomimikry: Kokon-Zimmer in Holzfügung nach dem Vorbild der Sisyridae, ein Observatorium als Reiherhorst, ein Restaurant auf Stelzen über dem See. Die Natur nimmt ihr Recht zurück, bis sie die Struktur umhüllt.
N° 07Otaku, bibliothèque de quartier
2020
Eine ehemalige Bäckerei wird zur Quartiersbibliothek: ein kostengünstiger Ort der Kultur, minimalistisch und warm. Eine Leseecke zum Blättern vor dem Ausleihen, ein digitaler Bereich, in den Schnitt eingeschoben, jeder Quadratmeter optimiert.
N° 08Réaménagement d’un T1
2020
Vierunddreißig Quadratmeter, die der ursprüngliche Grundriss verschenkte, eine nutzlose Diele, zwei Türen, die aneinanderstoßen, eine Stütze mitten im Wohnraum. Die Diele verschwindet, das Zimmer schließt hinter einer Glaswand mit Schiebetüren, und der Wohnraum öffnet sich endlich zur Küche.
N° 09Salle de bain

Ein Bad, getragen von zwei Materialien, geädertem Fliesenwerk und dunklem Holz: die Wanne in den Boden eingelassen zwischen Parkettstufen, die Duschwanne hinter einer Verglasung mit schwarzem Rahmen, und zwei Becken auf einer Holzplatte. Das Dossier passt in drei Zeichnungen: einen bemaßten Grundriss, einen Schnitt und die Isometrie, die den Raum geöffnet zeigt.